Für die Spitzenmanager des angeschlagenen Autobauers Opel soll es wieder einen Bonus geben. Nachdem die Sonderzahlungen vergangenes Jahr krisenbedingt ausgefallen waren, sollen dieses Jahr wieder Boni gezahlt werden, sagte Opel-Betriebsratschef Klaus Franz und machte seinem Unmut darüber Luft.
„Das kommt absolut zur Unzeit“, kritisierte Franz mit Verweis auf die Forderung des Managements, dass sich die Belegschaft mit 265 Mio. Euro an der Sanierung Opels beteiligen solle. Das Top- Management müsse da „mit gutem Beispiel vorangehen.“ (mehr…)
09. Februar 2010 Mit einem weiteren staatlichen Kredit will Opel-Chef Nick Reilly die Sanierung des Unternehmens finanzieren. Ein Löwenanteil des Geldes wird dabei für die Abfindungen beim Abbau von 8300 Stellen ausgegeben.
Zu Recht stellt sich das Bundeswirtschaftsministerium die Frage, ob der Mutterkonzern General Motors den Umbau nicht aus eigener Kraft stemmen könnte. Reilly gibt darauf die entwaffnend offene Antwort: Erstens sei das Bargeld von GM schon für die Rückzahlung amerikanischer Staatskredite verplant, zweitens habe der amerikanische Steuerzahler schon genug für Opel getan. (mehr…)
Athen (dpa) – Nichts geht mehr im Luftraum über Griechenland
Wegen eines Streiks der Staatsbediensteten fallen morgen sämtliche Flüge von und nach Griechenland aus. Der griechische Luftraum wird um Mitternacht für 24 Stunden still gelegt. Außerdem bleiben alle staatlichen Behörden sowie die Schulen und die Universitäten einen Tag lang geschlossen. Die Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern werden nur Notfälle behandeln. Die Staatsbediensteten in Griechenland machen mobil gegen ein hartes Sparprogramm der sozialistischen Regierung.
Streik Berlin 09.02.2010 – BVG-Beschäftigte legen 9.Februar Arbeit nieder: Am kommenden Dienstag dem 9.Februar 2010 wird es in Berlin zu Warnstreiks in der Personenbeförderung und im öffentlichen Dienst kommen.
Dies kündigten die in der dbb Tarifunion organisierten Gewerkschaften heute an. Vor allem durch die Arbeitsniederlegungen bei der BVG kann es zu erheblichen Behinderungen kommen. Der Warn-Streik soll zunächst nur mehrere Stunden andauern (mehr…)
Athen – Eine mächtige griechische Gewerkschaft will mit weiteren Streiks gegen die Sparpläne der Regierung kämpfen.
„Wir werden am Mittwoch streiken, um unsere Würde zu verteidigen und unseren Opfern auf den Altären der Finanzmärkte ein Ende zu setzen“, sagte der Präsident der Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes (ADEDY), Spyros Papaspyros, am Montag.
Auch für die Zeit danach signalisierte er weitere Ausstände: Sollten die Pläne der Regierung allzu strikt ausfallen, könnten die ADEDY-Mitglieder sich einem Streik der Privatwirtschafts-Gewerkschaft GSEE Ende Februar anschließen. Auch ein weiterer Streik Anfang März (mehr…)
Kitas und Krankenhäuser abeiten nur mit halber Kraft, in Hannover fällt der Busverkehr aus. Die Gewerkschaft kündigt den nächsten Streik an.
Ausnahmezustand im Norden: Tausende Beschäftigte im Öffentlichen Dienst haben die Arbeit niedergelegt.
In Hamburg waren vor allem Kitas und Stadtreinigung betroffen. Den Beschäftigten im Winterdienst stellte die Gewerkschaft ausdrücklich frei, ob sie sich am Warnstreik beteiligen wollten. In Niedersachsen konnte auch bei den kommunalen Energieversorgern und an einigen Krankenhäusern nur eingeschränkt gearbeitet werden, Operationen wurden zum Teil verschoben. In Hannover, Braunschweig und Göttingen legten sogar alle Bus- und U-Bahn-Fahrer die Arbeit nieder. Pendler mussten das eigene Auto nehmen oder aufs Taxi umsteigen. Folge waren lange Staus auf den Straßen und (mehr…)
Mit einer Politik des billigen Geldes bewahren die Notenbanken Staaten und Unternehmen vor dem Kollaps. Ein leider nicht ganz ungefährliches Experiment. Die Frage ist nicht mehr, ob, sondern, wann die nächste Blase platzt.
Als unlängst ein Experte von einem US-Sender um einen Befund zur wirtschaftlichen Verfassung gebeten wurde, dürfte ein paar hunderttausend Amerikanern das Gesicht eingefroren sein. „Nun ja: Wir rasen wieder auf eine Wand zu. Allerdings sitzen wir dieses Mal in einem deutlich schnelleren Auto.“ Nun könnte man freilich einwenden, dass Wirtschaftsexperten in der jüngeren Vergangenheit vor allem dadurch aufgefallen sind, mit Prognosen und Einschätzungen beängstigend falsch gelegen zu sein.
Überschätzte Chancen
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ökonomen und Analysten auch dieses Mal irren, ist bedauerlicherweise nicht allzu hoch. An den Märkten braut sich nämlich unzweifelhaft etwas zusammen (mehr…)
Hamburg (BoerseGo.de) – Der Anleihemarkt steht vor einem Kollaps. Ebenso steht eine Hyperinflation bevor.
Davon geht der als Crash-Prophet bekannte ehemalige Finanzanalyst und nunmehrige Buchautor und Börse Online-Kolumnist Roland Leuschel gegenüber der “Financial Times Deutschland” aus. Dieser sieht weiters Massenunruhen aufkommen. Er macht zudem darauf aufmerksam, dass alle von ihm prophezeiten Crashs noch schlimmer gekommen sind als er selber dachte. Das Unheil habe mit dem Crash von 1987 angefangen. Eine richtige Reaktion wäre das Zulassen einer Rezession gewesen. Dies habe der damalige US-Notenbankchef Alan Greenspan verhindert. Greenspan intervenierte und 20 Jahre lang sei es zur Anhäufung eines Schuldenbergs gekommen. Nach dem Minicrash aus dem Jahr 2008 sei das selbe getan worden. Das Problem habe sich dadurch kontinuierlich verschärft (mehr…)
An der Restrukturierung des Autobauers Opel will sich Mutterkonzern General Motors offenbar finanziell nicht weiter beteiligen. Das ist nach Betriebsratsangaben bei einem Treffen deutlich geworden. Zudem soll der Stellenabbau weitergehen.
Der US-Autokonzern General Motors (GM) will sich Betriebsratsangaben zufolge nicht weiter finanziell an der Sanierung von Opel beteiligen. Dies sei bei einem Treffen von Opel-Betriebsrat, Gewerkschaften und Management des angeschlagenen Rüsselsheimer Autobauers am Montag deutlich geworden, teilte die Arbeitnehmervertretung mit. Die Pläne sähen vor, dass sich GM „nicht mit eigenen Beiträgen an der Restrukturierung“ beteiligen wolle. Der US-Konzern habe lediglich den Überbrückungskredit für Opel von 600 Millionen Euro gezahlt und weitere 650 Millionen Euro als (mehr…)
Die Städte und Gemeinden haben einem Bericht zufolge mit einer dramatischen Verschlechterung ihrer Finanzlage zu kämpfen. Angesichts der schwersten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik steige das kommunale Defizit in Rekordgeschwindigkeit, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Reihen der kommunalen Spitzenverbände.
Die Städte und Gemeinden haben einem Bericht zufolge mit einer dramatischen Verschlechterung ihrer Finanzlage zu kämpfen. Angesichts der schwersten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik steige das kommunale Defizit in Rekordgeschwindigkeit, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Reihen der kommunalen Spitzenverbände. Demnach spitzte sich die Finanzlage schon 2009 erheblich zu und werde dies auch im laufenden Jahr tun. Der Städtetag will sich heute zur Finanzlage der Kommunen äußern. (mehr…)