09. Februar 2010 Mit einem weiteren staatlichen Kredit will Opel-Chef Nick Reilly die Sanierung des Unternehmens finanzieren. Ein Löwenanteil des Geldes wird dabei für die Abfindungen beim Abbau von 8300 Stellen ausgegeben.
Zu Recht stellt sich das Bundeswirtschaftsministerium die Frage, ob der Mutterkonzern General Motors den Umbau nicht aus eigener Kraft stemmen könnte. Reilly gibt darauf die entwaffnend offene Antwort: Erstens sei das Bargeld von GM schon für die Rückzahlung amerikanischer Staatskredite verplant, zweitens habe der amerikanische Steuerzahler schon genug für Opel getan.
Erstaunliche Sicht der Dinge
Das ist eine erstaunliche Sicht der Dinge. Es stimmt zwar, dass GM und indirekt Opel viel Geld aus Washington erhalten haben. Dafür aber wurde der amerikanische Staat jedoch auch Mehrheitseigentümer und hat dadurch immerhin das Recht auf künftige Dividenden.
Dem deutschen Steuerzahler bleiben dagegen nur einige Fabriken und Grundstücke als Pfand. Garantien für den Erhalt der verbleibenden Arbeitsplätze fehlen gänzlich. Abgesehen davon spricht gegen den Kredit die Ungleichbehandlung von Wettbewerbern wie VW, die mit ihren Überkapazitäten allein zurechtkommen müssen.


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